Qualifizierte Gutachten zur Stellplatzoptimierung und bedarfsgerechter Mobilitätsgestaltung

Analyse

Die Basis eines guten Mobilitätskonzeptes ist die umfassende Analyse des Projektstandortes und der Bewohnerschaft.

Bei der Standortanalyse untersuchen wir die Erschließungsqualität deines Projekts und bewerten sie auf Basis der geplanten Bebauung. Dabei berücksichtigen wir sowohl die verkehrliche Anbindung als auch relevante Standortfaktoren, wie die Nähe zu Einrichtungen der Nahversorgung, die das Mobilitätsverhalten der zukünftigen Bewohnerschaft beeinflussen. Für die Ermittlung der empfohlenen Stellplatzzahl untersuchen wir wie in der Potenzialanalyse acht Faktoren:

  • Quartierstyp
  • Nahversorgung
  • Busanbindung
  • Schienenanbindung
  • ÖPNV-Reisezeit
  • Nutzungsmischung
  • Einkommensstruktur
  • Haushaltsgröße

Ergänzend dazu werden bereits vorhandene Sharingangebote, die integrierte Lage des Standortes sowie die erwartete Bewohnerschaft bewertet. So entsteht ein realistisches, datenbasiertes Bild der Mobilitätsanforderungen vor Ort. 

Maßnahmen

Aufbauend auf dieser umfänglichen Analyse entwickeln wir Maßnahmen zur potenziellen Reduzierung des Stellplatzbedarfs. Diese sind individuell auf den Standort und die Bewohnerschaft abgestimmt. Erst mit diesen Maßnahmen wird aus der reinen Analyse ein Mobilitätskonzept, das individuell auf den Standort und die Bewohnerschaft zugeschnitten ist. 

Zertifizierung

Das Ergebnis ist ein rechtssicheres Gutachten, das gemeinsam mit dem Bauantrag eingereicht werden kann, um Stellplatzauflagen signifikant zu reduzieren. Auf Wunsch stimmen wir die Maßnahmen auf die Anforderungen einer DGNB- oder GoodMobility-Zertifizierung ab und erhöhen so zusätzlich den Vermarktungswert des Projekts.



Sie sind noch nicht sicher, ob Ihr Projekt für ein Mobilitätskonzept geeignet ist?

Bevor Sie in aufwendige Planungen investieren, zeigt Ihnen unsere Potenzialanalyse, wie gut Ihr Standort erschlossen ist und welchen Stellplatzbedarf die zukünftige Bewohnerschaft realistischerweise haben wird. Grundlage sind wissenschaftlich validierte Mobilitätsdaten und standortspezifische Erschließungsindikatoren.

Die Analyse ist in kurzer Zeit verfügbar und ermöglicht es Ihnen, verschiedene Bebauungsvarianten und deren jeweiligen Stellplatzbedarf direkt zu vergleichen – bevor kostspielige Planungsentscheidungen getroffen werden. Das Ergebnis liefert belastbare Argumente gegenüber der Kommune und ist die direkte Grundlage für ein weiterführendes Mobilitätskonzept.


ist die durchschnittliche Anzahl an PKW/Haushalt in Deutschland.*
PKW haben junge Haushalte im Durchschnitt.*
PKW haben Familienhaushalte im Durchschnitt.*
kostet die Herstellung eines oberirdischen Stellplatzes.**
bis 70.000 € kann die Herstellung eines Stellplatzes in der Tiefgarage kosten.**
Preisaufschlag können Wohnungen mit Tiefgarage im Bestand haben.*
Preisaufschlag haben Neubauwohnungen mit Tiefgarage im Schnitt.*

In vielen Städten können bereits ohne weitere Maßnahmen Stellplätze reduziert werden!

Informationen dazu finden Sie in den jeweiligen Stellplatzsatzungen.


FAQ

Häufig gestellte Fragen

Stellplatzsatzungen fordern regelmäßig eine hohe Anzahl an Pkw-Stellplätzen und Fahrradabstellanlagen. Es ist fraglich, ob diese Anzahlen jeweils dem tatsächlichen Bedarf entsprechen. In Stellplatzsatzungen wird dabei der Begriff eines offensichtlichen Missverhältnisses regelmäßig so beschrieben:

Steht die Gesamtanzahl in einem offensichtlichen Missverhältnis zum tatsächlichen Bedarf, so kann die sich aus der Einzelermittlung ergebende Zahl der notwendigen Stellplätze und Fahrradabstellplätze entsprechend erhöht oder ermäßigt werden.

Ein offensichtliches Missverhältnis liegt dann vor, wenn die Beurteilung der notwendigen Anzahl an Stellplätzen anhand von Auswertungen von Studien und Referenzgebäuden, sowie einer Standortanalyse erheblich von den geforderten Werten der Stellplatzsatzung abweicht. 

Im Rahmen der pflichtgemäßen Ermessensabwägung ist zu überprüfen, ob eine Reduzierung der Stellplatzzahl auf den tatsächlich erforderlichen Bedarf angemessen ist. Sprechen keine Gründe gegen eine solche Reduzierung, ist ihr grundsätzlich der Vorzug zu geben – mit dem Ziel, das Bauvorhaben flächen- und kosteneffizient umzusetzen und den Antragsteller von unverhältnismäßigen Auflagen zu entlasten.

Gutachten, die die Bestandsobjekte und die Studienlage auswerten, sowie eine Standortanalyse können den Schluss zulassen, dass die geforderten Stellplatzfaktoren häufig den tatsächlichen Bedarf übersteigen und damit ein offensichtliches Missverhältnis vorliegt.

Wenn regelmäßig Gebäude für die selben Zielgruppen gebaut werden, dann empfehlen wir ein einmaliges Gutachten zum Mobilitätsverhalten der Bewohnerschaft. Hier wird auf Basis der Studienlage und Ihren Bestandsgebäuden untersucht, welche Ziele die Bewohnerschaft hat, wie sie unterwegs sind und welche Pkw- und Fahrradbesitzquote zu erwarten sind.

Dieses Gutachten kann als Argumentationsgrundlage für jedes zukünftige Bauprojekt benutzt werden.

Für ein konkretes Bauprojekt empfiehlt sich die Kombination des oben genannten Gutachtens mit einer Standortanalyse. Dann spricht man von einem Mobilitätskonzept.
Die Standortanalyse untersucht, wie die Gegebenheit am Projektstandort sind, z.B. die Nahversorgung, die ÖPNV-Erschließung, die Fahrradfreundlichkeit, etc. Am Ende steht eine Einschätzung des realistischen Pkw- und Fahrradstellplatzbedarfs.

  • Anzahl und Größe der Wohneinheiten je Gebäude
  • Mietniveau (z.B. ø € je m2)
  • Anzahl der gemeldeten Bewohner*innen je Gebäude
  • Die Altersverteilung anhand von Jahrgängen 
  • Anzahl der vermieteten Stellplätze je Gebäude
  • Auslastung der Fahrradstellplätze
  • Art der vorhandenen Fahrräder

Die Standortanalyse basiert auf einer Handreichung der TU Hamburg. Diese bietet ein Verfahren zur Abschätzung des lokalen Pkw-Besitzes in neuen Wohnquartieren. Ausgangspunkt ist die Annahme, dass die Entscheidung, ein Auto zu besitzen, stark vom Wohnumfeld abhängt. Das Modell berücksichtigt drei Einflussbereiche: die Qualität des ÖPNV-Angebots, die Eigenschaften des Wohnumfeldes (z. B. Lage, Dichte) sowie die Merkmale der erwarteten Bewohnerschaft.

Methodisch basiert das Verfahren auf einer Regressionsanalyse, die anhand von Daten aus fast 900 Quartieren in Hamburg und Osnabrück durchgeführt wurde. Die Ergebnisse werden in einem Multiplikationsmodell aus mehreren Faktoren zusammengeführt. Das Endergebnis ist eine Schätzung, wie viele Pkw die zukünftigen Bewohner eines Quartiers insgesamt voraussichtlich besitzen werden

Konkret werden folgende Faktoren untersucht:

  • Quartierstyp
  • Erwartetes Einkommen
  • Haushaltsgrößen
  • Nutzungsmischung
  • Nahversorgung
  • ÖPNV-Reisezeiten
  • Qualität der Bus-Anbindung
  • Qualität der Schienen-Anbindung
  • Qualität der Fußwegeinfrastruktur
  • Qualität der Fahrradinfrastruktur

Das Mobilitätskonzept enthält eine Analyse der verkehrlichen Erschließung des Standortes, des Angebots des täglichen Bedarfs und der Bewohnerschaft. Darauf aufbauend wird ein Maßnahmenkatalog zur Reduzierung der Stellplatzanzahl und Förderung alternativer Mobilitätsangebote erarbeitet. Optional bieten wir an, standortspezifische Marketing- und Kommunikations-, sowie Monitoringkonzepte zu entwickeln.

Wir verwenden Daten von Open-Data-Portalen und Erhebungen wie Mobilität in Deutschland. Für die Maßnahmenvorschläge beziehen wir uns außerdem auf aktuelle wissenschaftliche Studien. 

Potenzialanalyse

Mit der Potenzialanalyse erhalten Sie innerhalb weniger Tage eine erste Analyse und Einschätzung für Ihren Standort. Dies beinhaltet eine Standortanalyse auf Basis von Open Data, eine erste Bewertung der Erschließung und eine Übersicht über mögliche geeignete Maßnahmen. Zudem beinhaltet es eine Prognose der möglichen Einsparungen an Stellplätzen und Baukosten. Dieses Konzept kann gut in Gespräche mit der Verwaltung genommen werden, um darzulegen, dass ein qualifiziertes Mobilitätskonzept für Ihr Projekt sehr sinnvoll ist.

Qualifiziertes Mobilitätskonzept

Die Erstellung des qualifizierten Mobilitätskonzeptes nimmt wenige Wochen in Anspruch und kann dem Bauantrag zur Reduktion der Stellplätze beigelegt werden. Ergänzend zur Potenzialanalyse wird hier unter anderem der Projektstandort und die nähere Umgebung begangen, um die verwendeten Open Data zu verifizieren und einen Fuß- und Radwegecheck durchzuführen. Dadurch können wir Ihnen eine fundiertere Bewertung des Standortes liefern. Darauf aufbauend schlagen wir Ihnen individualisierte Maßnahmen vor und erstellen eine spezifische Abschätzung der Einsparungen.

Unser Leistungsversprechen ist:

Wenn das Gutachten auf Grund von Kritik an der Methodik seitens der Behörde nicht angenommen wird, so arbeiten wir diese Kritik kostenlos auf und ein.

Verbindlich zusagen, dass die Behörde den Empfehlungen in jedem Fall folgt, ist nicht möglich. Die vergangenen Projekte haben jedoch gezeigt, dass wenn es unterschiedliche Meinungen zur Höhe der Reduzierung gab, hier in offenen Gesprächen mit den zuständigen Mitarbeitenden immer ein guter Kompromiss gefunden werden konnte.

Bei der Reduzierung handelt es sich nicht um eine Abweichung von den geforderten Werten, sondern vielmehr um den Nachweis eines offensichtlichen Missverhältnisses. Hierfür kann auf die erstellten Gutachten verwiesen werden.

Kontaktieren Sie uns gerne für eine kostenfreie Erstberatung und wir erstellen Ihnen ein individuelles Angebot.

Gerne beraten wir Sie zu Umsetzung und Monitoring der Maßnahmen und unterstützen Sie bei der Kommunikation mit unseren Partnern, die für Sie die entwickelten Maßnahmen ganzheitlich umsetzen.